Was ist Langeweile?
Langeweile (oder auch Zachheit) ist ein Gefühl der Lustlosigkeit, des mangelnden Elans oder des Desinteresses. Es ist im Allgemeinen das Gegenteil von Spaß, Freude und Kurzweil. Langeweile entsteht oft durch sich wiederholende Ereignisse, aus denen man nichts Interessantes oder Aufmunterndes mehr gewinnen kann oder will.
In der neueren Philosophiegeschichte wird das Gefühl der Langeweile zum Thema. So wurde die
Langeweile unter anderen von
Martin Heidegger
analysiert und in verschiedene Phasen aufgeteilt. In seinem Buch
Ein Meister aus Deutschland
erklärt
Rüdiger Safranski
die drei Stadien der Langeweile nach
Heidegger
.
Peter Bichsel
(schweizer Buchautor: Jahrgang 1935) äußerte sich einmal positiv über die Langeweile. In
seiner Kindheit habe er sich immer gelangweilt. Da er nicht gut im Fußball gewesen sei,
habe er sich Werke der Weltliteratur aus der Stadtbücherei ausgeliehen und mit dem Lesen
begonnen und dadurch gleichzeitig unbewusst die Grundlage für sein späteres Wirken als
Schriftsteller gelegt. Hier wird deutlich, dass Langeweile durchaus etwas Konstruktives
und Positives sein kann, indem sie uns zum Nachdenken bringt und uns dazu auffordert,
Entscheidungen zu treffen für eine sinnvolle Gestaltung unserer Lebenszeit.
Weitere Denker, die sich mit der Langeweile auseinandergesetzt haben, sind
Arthur Schopenhauer,
Friedrich Nietzsche
,
Hans Blumenberg
,
Immanuel Kant
,
Blaise Pascal
,
Erich Fromm
und der italienische Dichter
Giacomo Leopardi
.
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